Botrytis, Stängel- und Stängelgrundfäulen

Schadbild

Einzelne Triebe beginnen zu welken oder sie sterben ganz ab. Beginnt die Fäule am Stängelgrund, kann es z.B. bei Rosettenpflanzen schnell zum kompletten Absterben der Pflanze kommen.

 

Sclerotinia

Pythium-Stängelgrundfäule

Erreger

Neben vielen verschiedenen Pilzen können auch Bakterien die beschriebenen Stängel- und Stängelgrundfäulen verursachen. Häufig auftretende Fäuleerreger sind Botrytis, Sclerotinia und Rhizoctonia. Für eine genaue Bestimmung des jeweiligen Schaderregers wendet man sich am besten an die Pflanzenschutzberatungsstellen. In Hessen ist die gartenbauliche Pflanzenschutzberatung beim Landesbetrieb Landwirtschaft (LLH) zuständig. Die Pflanzenschutzberatungsstellen aller Bundesländer sind auf der Internetseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zu finden. 

Bekämpfung

Bekämpfung

Stängel- und Stängelgrundfäulen lassen sich im öffentlichen Grün an Stauden und Sommerblumen kaum bekämpfen. In Gewächshäusern kann der vorbeugende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in einzelnen Fällen sinnvoll sein.

Nach § 17 genehmigte Fungizide gegen Stängel- und Stängelgrundfäulen an krautigen Zierpflanzen für den Einsatz auf "Flächen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind"

Stand April 2018 

Wirkstoff(e)

Mittel

Zulassungsnummer
Zulassungsende

Aufbrauchfrist

Anmerkungen

Boscalid +  Pyraclostrobin

Signum

025483-00
31.12.19

30.06.21

einsetzbar zur Bekämpfung von Botrytis, Sclerotinia  und Rhizoctonia in allen Zierpflanzen auf folgenden Flächen:
öffentliche Parks und Gärten (ohne Spiel- und Liegewiesen)

Coniothyrium minitans Contans WG 024346-00
31.12.18
30.06.20 einsetzbar zur Bekämpfung von Sclerotinia-Arten in allen Zierpflanzen auf folgenden Flächen:
öffentliche Parks und Gärten (ohne Spiel- und Liegewiesen), öffentlich zugängliche Gewächshäuser
Einarbeitung in den Boden
Iprodion Rovral WG

006270-00
05.06.18

05.06.18

Zulassung wurde widerrufen, nach Aufbrauchfrist besteht Entsorgungspflicht

einsetzbar zur Bekämpfung von Botytis cinerea an Zierpflanzen auf folgenden Flächen:
öffentliche Parks und Gärten (ohne Spiel- und Liegewiesen)

SF254:Während der Anwendung ist sicherzustellen, dass sich außer dem Anwender keine weiteren Personen in einem Abstand von mindestens 3 m von der behandelten Fläche oder auf der zu behandelnden Fläche aufhalten.

F252: Die Öffentlichkeit ist in geeigneter Weise (z. B. durch das Aufstellen von Warnschildern vor Ort während und bis mindestens 48 h nach der Anwendung) über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu informieren.

SF255: Die behandelten Flächen sind für 48 h mit geeigneten Maßnahmen abzusperren.

 

Zugelassene Fungizide gegen Grauschimmel, Stängel- und Stängelgrundfäulen (Botrytis, Sclerotinia, Rhizoctonia) an Zierpflanzen im Öffentlichen Grün (Auswahl), die in Hessen einsetzbar sind, wenn die behandelten Flächen für 48 Stunden abgesperrt werden:

Stand April 2018 

Wirkstoff(e)

Mittel

Zulassungsnummer
Zulassungsende

Aufbrauchfrist

Anmerkungen

Boscalid +  Pyraclostrobin

Signum

025483-00
31.12.19

30.06.21

zugelassen zur Bekämpfung von Botrytis, Sclerotinia  und Rhizoctonia in allen Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus bis 50 cm Höhe

Coniothyrium minitans Contans WG 024346
31.12.18
30.06.20 zugelassen zur Bekämpfung von Sclerotinia in allen Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus;
Einarbeitung in den Boden

Cyprodinil + Fludioxonil

Switch 034419-00
31.12.26
30.06.28 zugelassen zur Bekämpfung von Sclerotinia  in den in der Gebrauchsanleitung genannten Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus bis 50 cm Höhe

Fenhexamid

Teldor 007362
31.12.21
30.06.23 zugelassen zur Bekämpfung von Botrytis in allen Zierpflanzen im Gewächshaus bis 125 cm Höhe
Iprodion Rovral WG

006270-00
05.06.18

05.06.18

Zulassung wurde widerrufen, nach Aufbrauchfrist besteht Entsorgungspflicht

zugelassen zur Bekämpfung von Botrytis und Sclerotinia
in allen Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus bis 50 cm Höhe

Wer sich über alle zugelassenen Pflanzenschutzmittel informieren möchte, kann die Recherchemöglichkeiten der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nutzen.