Beizung von Winterraps

Stand: 25.08.2017

Seit dem 1. Dezember 2013 ist die Nutzung der neonikotinoiden Wirkstoffe
Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoaxam
in der Europäischen Union vorerst  verboten worden. Sie stehen im Verdacht, einer der Faktoren für das Bienensterben zu sein. Eine zeitliche Verlängerung der Einschränkung ist möglich. Trotz der derzeit widersprüchlichen wissenschaftlichen Datenlage wird dieses Vorgehen von Seiten der EU mit der "Sicherstellung einer gesünderen Zukunft für Bienen" begründet.

Die Verordnung trat am 25. Mai 2013 in Kraft. Es stehen derzeit keine insektiziden Beizen im Raps auf Basis von Neonikotinoiden zur Verfügung. Betroffen sind z.B. Elado und Cruiser OSR. Davon nicht betroffen ist Zuckerrübensaatgut !

Mit Lumiposa 625 FS (Wirkstoff Cyantraniliprole) in Polen gebeiztes Saatgut darf nach Deutschland importiert und ausgesät werden. Bienentoxisch, systemisch. Zu beachten: Beizstäube nicht in Sägerate einbringen wegen Emmissionsrisiko in die Luft > Bienenschäden. Abdriftmindernde, mechanische oder luftunterstützte Sägeräte verwenden, die sichere Ausbringung in den Boden gewährleisten. Nicht bei Windgeschwindigkeit über 5 m/s. aussäen. Vorsorglich mindestens 2 Tage vor Aussaattermin Imker informieren, deren Bienenstände sich im Umkreis von 60 m befinden. Wirkung gegen Kohlfliege ähnlich Neonicotinoide, gegen Erdfloh geringe Wirkung.

Für die Rapsaussaat verbleiben weiterhin die fungiziden Beizen DMM (Dimethomorph) gegen Falschen Mehltau und TMTD (Thiram) gegen Auflaufkrankheiten allgemein.