Wasserrübenvergilbungsvirus

violette Blattrandfärbung durch Wasserrübenvergilbungsvirus
violette Blattrandfärbung durch Wasserrübenvergilbungsvirus

16.08.2018

 

Das Wasserrübenvergilbungsvirus (turnip yellow virus, TuYV)  wird durch starkes Blattlausauftreten von z.B. Zwischenfrüchten auf Raps im Herbst verbreitet. Hauptüberträger ist die Grüne Pfirsichblattlaus. Milde Herbstwitterung kann zur Ausbreitung beitragen. Bereits junge Rapspflanzen können kurz nach dem Auflaufen besiedelt werden. Milde Herbstwitterung fördert dabei das Blattlausauftreten. Sichtbare Symptome ab Spätherbst sind violette Färbungen der Blattränder des Rapses. Vorübergehend verwachsen sich dei Symptome im Frühjahr. Erst nach der Blüte treten erneut Verfärbungen auf. Auch ein Knacken befallener Blätter beim Durchbrechen ist ein Hinweis auf Befall.

Bekämpfung: Grüne Brücken für Läuse in unmittelbarer Umgebung fördern das Blattlausauftreten.   Theoretisch ist eine Insektizidspritzung gegen Läuse im Herbst möglich, jedoch ist die Grüne Pfirsichblattlaus in vielen Regionen bereits resistent gegen Pyrethroide. Neue, gegen das Virus resistente  Sorten wie Asterion oder LG Architekt, Albrecht und Advocat sind in der Erprobung. Wirtspflanzen sind u.a. Ackerbohnen, Lupinen, Erbsen und Phacelia. Damit sind Rapsschläge in direkter Nachbarschaft zu Zwischenfruchtflächen oder Altrapsflächen mit Aufwuchs gefährdeter.