Resistenzsituation Pilze

Stand 05..01.2018

Bei Septoria tritici vereinzelt Wirkungsverluste in der Kurativwirkung. Langsame Aktuell nur langsame Sensitivitätsverschiebung der Erregerstämme. Gegen Mehltau noch mäßige Wirkung vorhanden. Keine Probleme bezüglich der Braunrostbekämpfung. Gelbrost: Jährliche Verschiebung der Erregerstämmen. Bei Rhynchosporium und Netzflecken besteht derzeit kein erhöhtes Risiko. Bei Ramularia hohes Resistenzrisiko, Sensitivitätsverschiebungen nachgewiesen, nachlassende Wirkung..

In Weizen derzeit  Wirkung im Feld relativ stabil. Aber Auftreten von Gerstenstämmen bei Netzflecken, die nicht mehr empfindlich reagieren. Zur zukünftigen Wirkungsabsicherung müssen daher unbedingt Azole einbezogen werden. Die Carboxamid-Gruppe ist nicht kreuzresistent mit Strobilurinen. Gegen Ramularia hohes Resistenzrisiko, keine ausreichende Wirkung. Zusatz vo Chlorthalonil notwendig.

Verbreitete Resistenz gegenüber Septoria tritici. Gegen DTR nur mäßige, teils nicht ausreichende Wirksamkeit. Bezüglich Braunrost und Gelbrost keine Resistenzproblematik. Bei Netzflecken weiter abnehmende Wirkung und bei Rhynchosporium bis auf Einzelfunde noch kein Problem. Bei Ramularia collo-cygni schlechte Wirkung, resistenzbedingt. Gegen Microdochium nivale und Zwergrost kann von guter Wirkung ausgegangen werden, nur vereinzelt wurden auffällige Proben gefunden.

Die multi site Inhibitoren wie Chlorthalonil und Mancozeb wirken unspezifisch an  verschiedenen Wirkorten, selektieren daher weniger stark und weisen kaum Resistenzrisiko auf. Gegen Ramularia derzeit nur Chlorthalonil stabil.Solo aber nicht ausreichend.

Mehltau: Talius und Vegas gut wirksam, nur regional schwer bekämpfbare Stämme.