Unkraut- und Ungraskontrolle in Leguminosen

Stand: 11.01.2017
Die Leguminosenbestände sollten unkraut- und ungrasfrei gehalten werden, da Fremdbesatz die Erntefeuchtigkeit erhöht und den Drusch erschwert.
Zur Unkrautbekämpfung stehen nur wenige Herbizide zur Verfügung.

In Futtererbsen hat sich die Kombination aus Stomp Aqua* 2,0 l/ha + Basagran** 1,0 l/ha bei 5-10 cm Wuchshöhe bewährt.

In Ackerbohnen sind Vorauflauf-Präparate wie Bandur oder Boxer* + Stomp Aqua* zu bevorzugen.

In Lupinen sind nur Vorauflauf-Präparate zugelassen. Ausschließlich in Gelben Lupinen kann Lentagran WP ab dem 3-Blattstadium der Lupinen gegen Weißen Gänsefuß, Klettenlabkraut, Nachtschatten u.a. Unkräuter eingesetzt werden.

Die Sojabohne wird vor allem in Südhessen angebaut. Zur Unkrautbekämpfung stehen Präparate für den Vor- und nachauflauf nach Art. 51 Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 zur Verfügung.


Es besteht die Möglichkeit, bereits nach der Saat, aber vor dem Auflaufen (bis max. 5 Tage nach der Saat) ein Glyphosatpräparat wie z.B: Roundup Power Flex, Roundup Rekord, Glyfos Supreme, Dominator 480 TF, Glyfos TF Classic gegen vorhandene Altverunkrautung, bzw. gegen erste aufgelaufene Unkräuter einzusetzen. Diese Maßnahme ist gut kombinierbar mit den Vorauflaufherbiziden.

*Neue Auflagen zu Stomp aqua und Boxer beachten (anklicken)

 **Auflagen bei Basagran beachten, da der Wirkstoff Bentazon zur Versickerung ins Grundwasser neigt, insbesondere:
NG315: Keine Anwendung vor dem 15. April eines Kalenderjahres;
NG 407: Keine Anwendung auf den Bodenarten reiner Sand, schwach schluffiger Sand und schwach toniger Sand;
NG413: Keine Anwendung auf Böden mit einem organischen Kohlenstoffgehalt < 1%; sowie weitere  Auflagen.

Weitere Hinweise verbergen sich hinter den folgenden Links:

Präparate und Tankmischungen zur Unkrautkontrolle in Körnerleguminosen

Präparate zur Ungraskontrolle in Körnerleguminosen