Bekämpfung des Kartoffelkäfers

Stand: 11.01.2017

Vorbeugende Maßnahmen
Durch eine weite Fruchtfolge (max. alle 4-5 Jahre Kartoffeln auf dem gleichen Feld) wird der Käferdruck reduziert. Ebenfalls sollte Kartoffeldurchwuchs beseitigt werden.

Bei der Bekämpfung des Kartoffelkäfers ist folgende Schadensschwelle zu beachten:

  • 15 Eier bzw. Larven/Pflanze oder 20 % Blattverlust durch Fraß
  • größere Wirkungsverluste bei nicht sachgemäßer Anwendung!

Zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers stehen Präparate aus verschiedenen Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Somit kann sinnvoll ein Resistenzmangement durchgeführt werden. Präparate wie Coragen und Neonikotinoide zeichnen sich durch eine gute Dauerwirkung aus, bieten Vorteile bei warmem Wetter und haben dadurch die altbekannten Pyrethroide zunehmend verdrängt. Zudem wird durch die systemische Wirkung auch der Blattneuzuwachs geschützt.

Wichtig: bei mehreren Anwendungen ist grundsätzlich ein Wirkstoffwechsel vorzunehmen (siehe WM-Klasse) um Resistenzen vorzubeugen!

Aufgrund der guten Dauerwirkung sind Präparate wie Coragen, Biscaya oder Mospilan  den Pyrethroiden vorzuziehen.
Bienenschutzauflage bei stärkerem Blattlausbesatz (Honigtaubildung) und blühenden Unkräutern beachten!

Beim Einsatz der Pyrethroide ist zu beachten:

  • kein Schutz des Blattneuzuwachses, was bei starkem Krautwachstum bedeutsam ist. Dann bevorzugt Coragen, Biscaya einsetzen
  • gute Wirkung gegen kleine Larven; rechtzeitige evt. Zweitbehandlung
  • keine Anwendung bei hohen Temperaturen (über 25°C)
  • keine Mehrfachbehandlungen hintereinander; Resistenzgefahr!

Präparate zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers