Schildläuse und Wollige Schildläuse

Schadbild

An jungen Trieben und Ästen, seltener an Blättern, sitzen wenige Millimeter große, pustelartige Gebilde von runder, ovaler oder auch länglicher Gestalt und brauner oder grauer Farbe. 

Bei starkem Befall kümmern die Pflanzen. Einige Schildlausarten bilden klebrigen Honigtau, der sich auf den Blättern findet und auf dem sich nach kurzer Zeit grau-schwarzer Rußtau ansiedelt. 

Seit einigen Jahren sind zunehmend wollige Schildläuse an Ziergehölzen zu beobachten. Typisch für diese Schildläuse ist die starke Bildung von Wachswolle, die den Tieren das Aussehen von weißen Flocken gibt. 

 

Schildlaus an Eiche

Schildlaus an Eiche

Schildlaus an Cotoneaster

Kommaschildlaus an Buchsbaum

Wollige Napfschildlaus an Ahorn

Hortensienschildlaus an Ahorn

Hortensienschildlaus an Ahorn

Schildlaus an Spindelstrauch

Schildlaus an Spindelstrauch

Schädling

Schildläuse sind in der Regel auf den ersten Blick nicht als Insekten zu erkennen. Unter dem flachen oder höckerartigen Schild sitzen flache, linsenförmige Tiere bei denen kein Kopf zu erkennen ist und auch die Beine zurückgebildet sind. Nur die Junglarven der Schildläuse haben Beine und können sich so verbreiten. 

Mit ihrem langen Saugrüssel können die Schildläuse auch durch dickere Rindenschichten von Ästen und Stämmen hindurch stechen, um so an die Leitbündel der Pflanze zu gelangen, aus denen sie Saft saugen.  

An Stamm und Ästen verschiedener Bäumen findet man immer häufiger die Wollige Napfschildlaus. Die Hortensienschildlaus besiedelt in erster Linie die Blätter von Gehölzen. Auffälliges Kennzeichen dieser Art sind die bohnengroßen weißen Eisäcke auf den Blättern. Ist die Rinde des Trompetenbaumes von einer weißen Schicht überzogen, liegt vermutlich ein Befall mit der Maulbeerschildlaus vor.

Bekämpfung

Nach § 17 genehmigte Insektizide für den Einsatz auf Flächen, die für öffentliche Flächen bestimmt sind:

 

 

Eine Auswahl an Pflanzenschutzmitteln die nach § 17 genehmigt sind finden sie hier:

Stand: Dezember 2019

Wirkstoff(e)

Mittel

Zulassungsnummer
Zulassungsende

Aufbrauchfrist

Anmerkungen

Abamectin + Pyrethrine Compo Fazilo Garten-Spray 006171-00       30.04.20 31.10.21

in Zierpflanzen:

Freiland, Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind: Öffentliche Parks und Gärten (ohne Spiel- und Liegewiesen), Grünanlagen in öffentlich zugänglichen Gebäuden, Sport- und Freizeitplätze, Golfplätze, Schulgelände, Friedhöfe und Flächen in unmittelbarer Nähe von Einrichtungen des Gesundheitswesens

Auflagen: VA267, XX001 (Erläuterungen siehe untere Tabelle)

Paraffinöle

Para Sommer

030526-00
31.12.21

30.06.23

in Zierpflanzen:

Freiland oder Gewächshaus, Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind: öffentliche Parks und Gärten (ohne Spiel- und Liegewiesen), öffentlich zugängliche Gewächshäuser

Paraffinöle Promanal Neu 024182-62
31.12.20

30.06.22

in Zierpflanzen:

Gewächshaus, Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, Öffentlich zugängliche Gewächshäuser

Rapsöl

Micula

bzw. Naturen Schädlingsfrei

043743-00 bzw. -63
31.12.27
30.06.29

in Zierpflanzen:

Gewächshaus, Innenräume, Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind: Grünanlagen in öffentlich zugänglichen Gebäuden (Innenraum), öffentlich zugängliche Gewächshäuser

Auflagen: SF251, SF252 (Erläuterungen siehe untere Tabelle)

dazugehörige Auflagen und Anwendungsbestimmungen
Code Erläuterung der Auflage bzw. Anwendungsbestimmung
SF251 Während der Behandlung und bis zum Abtrocknen des Spritzbelages ist sicherzustellen, dass sich keine unbeteiligten Personen unmittelbar neben oder auf der zu behandelnden Fläche aufhalten.
SF252 Die Öffentlichkeit ist in geeigneter Weise (z. B. durch das Aufstellen von Warnschildern vor Ort während und bis mindestens 48 h nach der Anwendung) über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu informieren.
VA267 Die Anwendung auf den Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, wird beschränkt auf die maximale Flächenleistung von 500 m²/d.
XX001 Während der Anwendung ist sicherzustellen, dass sich außer dem Anwender keine weiteren Personen in der Nähe der behandelten Kulturen aufhalten. Die behandelten Pflanzen sind für 24 h nach der Anwendung mit einem gut sichtbaren Warnschild zu kennzeichnen, das über die erfolgte Pflanzenschutzmittelanwendung informiert und eine Berührung der Pflanzen aufgrund der Pflanzenschutzmittelanwendung untersagt.

Wer sich über alle zugelassenen Pflanzenschutzmittel informieren möchte, kann die Recherchemöglichkeiten der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nutzen.