Dickmaulrüssler

Schadbild

An den Blättern verschiedener Laubgehölze zeigt sich der typische Buchtenfraß, der durch die nachtaktiven Käfer verursacht wird. An Taxus werden die Nadel angefressen. Die Larven des Schädlings schädigen die Wurzeln.

 

Dickmaulrüssler - Schadbild an Rhododendron

Dickmaulrüssler - Schadbild an Cotoneaster

Dickmaulrüssler - Schadbild an Forsythia

Dickmaulrüssler - Schadbild an Syringa

Dickmaulrüssler - Schadbild an Taxus

Dickmaulrüssler - Käfer

Dickmaulrüssler - Larve

Schädling

Am bekanntesten ist der Gefurchte Dickmaulrüssler. Es gibt aber auch noch eine Reihe, meist kleinerer Dickmaulrüsslerarten, die beispielsweise an Liguster, Fosythia, Hedera oder Symphoricarpos fressen.

Bekämpfung

Biologische Bekämpfung des Dickmaulrüsslers

Einen schwächeren Befall vertragen die Pflanzen recht gut. Sind allerdings starke Fraßschäden zu verzeichnen, sollte eine Bekämpfung erwogen werden. Die im Boden lebenden Larven lassen sich auf biologische Weise mit winzigen Fadenwürmen (Nematoden) bekämpfen. Dabei wird ein Beutelchen mit Nematoden ins Gießwasser gegeben und der Boden damit gegossen. Die Nematoden schwimmen im Wasserfilm auf die im Boden lebenden Larven zu und befallen sie. Innerhalb von 1 bis 2 Wochen sterben die infizierten Larven ab und darin entwickelt sich eine neue Generation an Nematoden. Vorrausetzungen: der Boden muss durchfeuchtet sein, Bodentemperatur sollte mind. 12 °C betragen. 

Die Nützlingslieferanten bieten auf ihren Internetseiten dazu gute Informationen. U.A. folgende Firmen: Katz Biotech AG, e-Nema, Neudorff.

Beispielsweise gibt es ein Holzbrett mit Nuten, dieses wird zwischen die befallenen Pflanzen gelegt und die nachtaktiven Käfer suchen darin tagsüber Schutz. In den Nuten befinden sich die Nematoden in einem Gelfilm und infizieren den Käfer. Die infizierten Käfer sterben ab. Für Topfpflanzen gibt es spezielle Blumenerde mit Nematoden versetzt.

 

Nach § 17 genehmigte Pflanzenschutzmittel für den Einsatz auf Flächen, die für öffentliche Flächen bestimmt sind:

 

 

Eine Auswahl an Pflanzenschutzmitteln die nach § 17 genehmigt sind finden sie hier:

Stand: Februar 2020

 

Wirkstoff(e)

Mittel

Zulassungsnummer
Zulassungsende

Aufbrauchfrist

Anmerkungen

Metarhizium anisopliae var. Met52 Granulat 007460-00
30.04.20
31.10.21

in Zierpflanzen

Gewächshaus, Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind: Grünanlagen in öffentlich zugänglichen Gebäuden, öffentlich zugängliche Gewächshäuser

Auflagen: SF252, SF258, NS660-1 (Erläuterungen siehe untere Tabelle)

Freiland, Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind: öffentliche Parks und öffentliche Gärten (ohne Spiel- und Liegewiesen), Friedhöfe, Sportplätze, Spielplätze, Flächen in unmittelbarer Nähe von Einrichtungen des Gesundheitswesens, Straßenbegleitgrün, öffentlich zugängliche Wege und Plätze

nur mit zusätzlicher Ausnahmegenehmigung gemäß §12 (2) PflSchG

dazugehörige Auflagen und Anwendungsbestimmungen
Code Erläuterung der Auflage bzw. Anwendungsbestimmung
SF252 Die Öffentlichkeit ist in geeigneter Weise (z. B. durch das Aufstellen von Warnschildern vor Ort während und bis mindestens 48 h nach der Anwendung) über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu informieren.
SF258

Es ist sicherzustellen, dass sich am Anwendungstag keine unbeteiligten Personen auf der zu behandelnden Fläche aufhalten.

NS660-1 Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig. Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Wer sich über alle zugelassenen Pflanzenschutzmittel informieren möchte, kann die Recherchemöglichkeiten der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nutzen.