18.05.2020 |

Pflanzenschutztipp vom 18. Mai 2020

Blattläuse

 

An sehr vielen Kulturen kann man, durch die milde Witterung begünstigt, kleine und größere Blattlauskolonien finden. An verschiedenen Gemüsepflanzen wie Salat, an Obstkulturen wie z.B. Apfel und an vielen Blumen und Ziergehölzen. Teilweise können Blattläuse auch zu Wuchsveränderungen führen wie z.B. bei Ulmen. Es gibt sehr viele Blattlausarten, die derzeit aktiv sind, grüne, schwarze, weiß bestäubte oder auch "verkleidet" wie die wollige Geißblattlaus. Oftmals lassen sich vereinzelte Blattlauskolonien leicht entfernen bzw. die betroffen Stellen können abgeschnitten werden. Mit biologischen Präparaten auf Basis von Rapsöl oder Kali-Seife eignen sich im Anfangsstadium, auch eine selbsthergestellte Brennnesselbrühe (Rezept) kann die Blattläuse dezimieren.

 

Pflaumenwickler mit Lockstofffallen fangen

 

Der Pflaumenwickler tritt derzeit verstärkt auf. Die kleinen, graubraunen, unscheinbaren Schmetterlinge legen ihre Eier an den jungen Früchten ab. Die frisch geschlüpften Larven bohren sich alsbald in die Frucht ein und fressen in der Nähe des Kerns am Fruchtfleisch.  Die befallenen Früchte werden vorzeitig abgeworfen. Um das Auftreten des Pflaumenwicklers zu beobachten und evtl. für eine kleine Dezimierung des Befalles können Pheromonlockfallen eingesetzt werden.

 

Rosenkrankheiten

 

Die frischen Rosentriebe und Knospen sind derzeit besonders attraktiv für eine Vielzahl an Krankheitserregern und Schädlingen. Besonders auffällig sind wie auch bei vielen anderen Kulturen die Blattläuse und Zikaden. Bei manch anfälligen Sorten ist Echter Mehltau präsent, er tritt durch den großen Temperaturunterschied von Tag und Nacht und der damit verbunden Luftfeuchteschwankungen auf. Vereinzelt sind orange bis rote Rostpusteln auf den Blattoberflächen erkennbar. Auch der Sternrußtau tritt bei den frischen Blättern auf, wenn sich noch erkrankte Blätter an der Rose befinden oder in deren Nähe. Bei gut gepflegten und regelmäßig zurückgeschnittenen Rosen ist der Krankheits- und Schädlingsdruck deutlich geringer. Auch die Sorten sind unterschiedlich anfällig gegen Krankheiten. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Landwirtschaft hat eine Empfehlung für schöne und robuste Sorten zusammengestellt.

 

Zwergzikaden

 

Ähnlich wie Blattläuse sind auch Zwergzikaden und das durch ihre Saugtätigkeit entstehende Schadbild an vielen Kulturen wie Kräuter und Ziergehölze zu finden. Die Blätter sind flächig mit silbrig bis weißen Punkten übersät. Die kleinen - sie sind oft nur 2-5 mm groß, oft hellgefärbten Zwergzikaden saugen an der Blattunterseite, indem sie mit ihren Mundwerkzeugen in das Blattgewebe einstechen. Sie sind sehr beweglich und können mit ihren Flügelchen schnell flüchten. Auf den Blättern bleiben kleine weiße Häutungsreste zurück. Eine Bekämpfung ist in der Regel nicht erforderlich und zudem mit den vorhanden Präparaten auf Rapsölbasis schwierig - bitte auf die ausgewiesenen Kulturen der Präparate achten.

 

Aktuell:

Bei einem Spaziergang durch den Park oder die heimische Natur kann man immer wieder sein Wissen über die hier wachsenden Bäume testen. Auf dem übersichtlichen und umfangreichen Portal www.baumkunde.de kann man an Hand einzelner Merkmale wie Blätter, Früchte oder Rinde die gefundenen Bäume und Sträucher gut bestimmen.

 

 

wollige Geißblattlaus

wollige Geißblattlaus

Made des Pflaumenwicklers

Made des Pflaumenwicklers

Blattläuse an Rose

Blattläuse an Rose

Zwergzikade an Hainbuche

Zwergzikade an Hainbuche


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