15.09.2022 |

Pflanzenschutztipp vom 15. September 2022

Beerenobst Pflege nach der Ernte

Nach der Ernte der letzten Himbeeren und Brombeeren kann die Ernte für nächstes Jahr vorbereitet werden. Die abgetragenen und die kranken Ruten abschneiden, idealerweise verbleiben 5-7 Ruten je Meter. Das Auslichten ist wichtig, damit die Pflanze im neuen Jahr gute Erträge bringt und gesund bleibt, da ein zu dichter Wuchs den Befall mit Pilzkrankheiten fördert. Die Ruten sollen möglichst bodennah abgeschnitten werden, um Eintrittspforten für den Erreger der Rutenkrankheit zu vermeiden. Bei den Erdbeeren muss das gesamte alte Laub und überschüssige Seitenausläufer entfernt werden, um Laubkrankheiten wie die Rot- und Weißfleckenkrankheit zu reduzieren. Auch bei anderem Beerenobst wie Stachelbeeren, Johannisbeeren etc. ist ein Auslichtungsschnitt nach der Ernte wichtig für die Gesunderhaltung der Pflanze und für gute Erträge im neuen Jahr.

 

Aussaat von späten Salaten

Die Aussaat schnellwüchsiger Salatsorten ist jetzt noch im Beet oder Hochbeet oder im Balkonkasten möglich. Zudem wird durch die späte Aussaat auch der Befall mit einer Reihe von Pflanzenschädlingen verhindert oder minimiert. Zu Ihnen zählen Feldsalat und Portulak als klein bleibende Blattgemüse und fernöstliche Vertreter, die Asia-Salate - auch unter der Bezeichnung Senf-Kohl bekannt, die mit ihrem würzigen Geschmack dem Salat oder Pfannengericht eine intensive Note geben. Bei Feldsalat und Spinat sollte man bei der Saatgutauswahl auf die Resistenz gegen Falschen Mehltau achten. Die Erde des Beetes darf nicht zu feucht gehalten werden um Fäulnis bei den frischen Keimlingen zu vermeiden. Die Ernte ist dann je nach Witterung nach 4-6 Wochen möglich.

 

 

Einlagerung von Äpfeln und Birnen

Die Ernte der Äpfel und Birnen ist bereits im vollen Gange und auch die Einlagerung der Früchte und mögliche Krankheiten im Lager sind ein Thema. Vor der Einlagerung sind die Früchte auf Unversehrtheit zu prüfen, denn nur Äpfel die ohne Verletzungen der Schale und ohne Schadstellen sind, können eingelagert werden. Ein größeres Problem sind dieses Jahr Schäden durch Tierfraß - Wespen und andere Insekten und Vögel - haben in stärkerem Maße als in vorangegangen Jahren an den reifenden Äpfeln gefressen. Diese Fraßstellen waren dann auch Eintrittspforten für Krankheitserreger wie dem Pilz der die Monilia-Fruchtfäule verursacht.

Zur Lagerung: Nicht alle Apfelsorten sind gleichermaßen zur Lagerung geeignet, siehe Sortenlisten zur Lagereignung, besonders gut lassen sich sogenannte "Winteräpfel" einlagern. Optimal lagert man Äpfel in flachen sauberen Stiegen und Druckstellen und Verletzungen beim Einlagern sind zu vermeiden. Wenn die Äpfel sortenrein eingelagert werden, sollte auch die Kiste mit dem Sortennamen und der Lagerzeit beschriftet werden - damit kann man sehr gut den Überblick im Lager behalten. Ideal zu Einlagerung sind Räume die Frostfrei bleiben und eine dauerhafte Temperatur von etwa 3-4°C bei gleichzeitig nicht zu niedriger Luftfeuchte. Kleinere Mengen können im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die eingelagerten Äpfel müssen wöchentlich kontrolliert werden und faulige Früchte aussortieren. Die eingelagerten Äpfel müssen vor Mäusen geschützt werden. Auch die getrennte Lagerung von Äpfeln und Kartoffeln hat sich über Jahrhunderte bewährt - Kartoffeln die neben Äpfeln gelagert werden, können schneller austreiben oder schrumpelig werden.

Da viele Kellerräume oder Garagen die speziell geforderten Bedingungen nicht mehr halten können, ist die Errichtung eines Erdkellers im Garten eine Möglichkeit.

 

 

aktuell:

Dieser Sommer war einer der trockensten Sommer seit Wetteraufzeichnung und auch für unsere Stadtbäume eine sehr große Herausforderung, wobei nicht alle Bäume diesen Sommer auch überstanden haben. Der Bund deutscher Baumschulen hat sich mit dem Thema zukunftsfähige Bäume für die Stadt intensiv beschäftigt und eine Liste mit 65 stadtklimaverträglichen Bäumen mit vielen Infomatien zum Wuchs, Aussehen und zur Eignung für das Stadtklima erstellt.


 

Gartentelefon - 0561 7299-377

Das Gartentelefon ist ein Beratungsangebot der Hessischen Gartenakade­mie. Bei Fragen zu einzelnen Kulturen oder dem Auftreten von Schädlingen und Krankheiten steht Ihnen das Team der hessischen Gartenakademie mit einer fundierten Beratung zur Seite. 

Unsere Servicezeiten:

  • montags bis freitags von 09:00 bis 11:00 Uhr
  • zusätzlich mittwochs von 14:00 bis 16:00 Uhr

 

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Broschüre: Kauf, anwendung und Lagerung von Pflanzenschutzmitteln - Tipps für Hobbygärtner vom BVL

Himbeerrutenkrankheit

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falscher Mehltau an Feldsalat

falscher Mehltau an Feldsalat

Äpfel mit Lagerfäulen

Äpfel mit Lagerfäulen


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