Wasserrübenvergilbungsvirus

violette Blattrandfärbung durch Wasserrübenvergilbungsvirus
violette Blattrandfärbung durch Wasserrübenvergilbungsvirus

08.09.2020

 

Das Wasserrübenvergilbungsvirus (turnip yellow virus, TuYV)  wird durch starkes Blattlausauftreten von z.B. Zwischenfrüchten auf Raps im Herbst verbreitet. Hauptüberträger ist die Grüne Pfirsichblattlaus. Milde Herbstwitterung kann zur Ausbreitung beitragen. Ebenso wird die mögliche Infektionszeit länger.  Bereits junge Rapspflanzen können kurz nach dem Auflaufen besiedelt werden. Sichtbare Symptome ab Spätherbst sind violette Färbungen der Blattränder des Rapses. Vorübergehend verwachsen sich dei Symptome im Frühjahr. Erst nach der Blüte treten erneut Verfärbungen auf. Auch ein Knacken befallener Blätter beim Durchbrechen ist ein Hinweis auf Befall.

Bekämpfung: Grüne Brücken auch von Zwischenfrüchten in unmittelbarer Umgebung fördern das Blattlausauftreten.   Wenn möglich, sind diese zu beseitigen. Theoretisch ist eine Insektizidspritzung gegen Läuse im Herbst möglich, jedoch ist die Grüne Pfirsichblattlaus in vielen Regionen bereits resistent gegen Pyrethroide.Biscaya ist letztmalig im Herbst 2020 einsetzbar.

Neue gegen das Virus resistente  Sorten wie Asterion, LG Architekt, Albrecht, Advocat u.a.. verwenden. Wirtspflanzen sind u.a. Ackerbohnen, Lupinen, Erbsen, Kohlarten, Rettich, Senfarten und Phacelia. Damit sind Rapsschläge in direkter Nachbarschaft zu Zwischenfruchtflächen oder Altrapsflächen mit Aufwuchs besonders gefährdet.