Ungrasbekämpfung in Winterraps

Stand: 28.07.2021

 

 

Zum Zeitpunkt der Ungräserbekämpfung sollten sich diese im 2-3-Blattstadium befinden. Je größer das Ausfallgetreide, desto höher muss die Aufwandmenge gewählt werden. 60% der zugelassenen Menge reichen ca. bis zum 3-Blattstadium bei Ausfallgetreide, während bei Trespen und Ackerfuchschwanz eher die höhere Menge verwendet werden sollte. Der Zusatz von 0,5 - 1,0 l/ha Öl bei Agil-S, Gallant Super und Targa Super verbessert bei einer Soloanwendung die Wirkstoffaufnahme.

Bei beginnender Resistenz ist zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz ein Herbizid mit der Wirkstoffklasse 1 / DIM, z.B. Select oder Focus Aktiv Pack vorzuziehen. Die Wirkung ist jedoch erst etwas später sichtbar, als man es von Fops wie z.B. Agil gewohnt ist. Select ist für spätere Anwendungen und bei kühlen Temperaturen weniger geeignet.

Ungräser, die nach der Anwendung o.g. Gräserherbizide auflaufen, werden von diesen rein blattaktiven Mitteln nicht erfasst, so dass, i.d.R. bei pflugloser Bestellung, eine 2. Behandlung mit dem bodenwirksamen Präparat Kerb Flo bzw. Groove (alle wirkstoffgleich mit Propyzamid) ab Vegetationsruhe im Spätherbst erfolgen sollte. Milestone hat zusätzlich den Wirkstoff Aminopyralid und erzielt auch auf Klatschmohn, Kornblume, Kamille und Ackerstiefmütterchen eine Wirkung. Die optimale Wirkung  wird bei Behandlungsterminen von November bis Ende Dezember erreicht. Vorbehandlungen gegen Ungräser sind sinnvoll, weil sonst gegen größere Ungräser die Wirkung abfällt.

Im Rahmen des Resistenzmanagements innerhalb der Fruchtfolge ist die Kerb-Maßnahme besonders wichtig.

 

Unkrautbekämpfung

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