Stand: 02.04.2020

Strategien zur Vermeidung von Insektizidresistenzen

Strategie zur Vermeidung / Eingrenzung der Resistzenzentwicklung bei Rapsschädlingen

Ziel: Schonung der Nützlinge, welche die Schaderreger des Rapses parasitieren. Damit kann langfristig die Population von Laufkäfern, Schlupfwespen u.a. gefördert werden. Dies funktioniert nur, wenn Schadschwellen beachtet werden.

Blühstreifen oder vergleichbare Flächen können gute Refugien für räuberische Käfer und Spinnen sein. Grenzen diese Flächen an Rapsfelder, können sie zur Schädlingskontrolle beitragen. Je größer die Entfernung des Rapsschlags zur Blühfläche, desto geringer soll der Effekt sein. Ungewiss ist, ob die Effektivität der Nützlinge ausreicht, um eine Insektizidbehandlung zu ersetzen.

 

Indikation / Schädling

Auftreten von Rapsglanzkäfern (RGK) Strategie
bzw. empfohlene Mittel(gruppen)
Rapsstängelrüssler
und Kohltriebrüssler

keine RGK Pyrethroide Typ I oder Typ II
RGK vorhanden Pyrethroide Typ I (Trebon)
Rapsglanzkäfer

RGK unter Bekämpfungsrichtwert keine Bekämpfung
RGK über Bekämpfungsrichtwert

Avaunt   (bienengefährlich ! );

oder bei schon ersten offenen Blüten von Unkräutern oder Raps:
Mospilan SG, aber ab Blühbeginn Behandlung meist nicht mehr sinnvoll,
da kaum Schädigung durch RGK

Kohlschotenrüssler,
Kohlschotenmücke
RGK nicht bekämpfungswürdig. möglichst nur Randbehandlung
mit bienenungefährlichem Typ II Pyrethroid

 Strategiesystem übernommen von JKI Braunschweig, geändert

 

JKI und UFOP - POSTER "die natürlichen Gegenspieler der Rapsschädlinge"

 

 

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