Terminierung der Maiszünslerbekämpfung

Situation Maiszünsler (Stand:30.07.2026)

Die Terminierung der chemischen und biotechnischen Maiszünslerbekämpfung (Trichogramma via Drohne) für das Jahr 2026 ist abgeschlossen!

Stand: 15.07.2026

Der Flug der univoltinen Rasse hat bis in die nördliche Wetterau gestartet. In der KW 27 ist in Nordhessen erster Flug registriert worden.

Die univoltine Rasse bildet pro Jahr eine Generation und ist in Hessen dominierend. Aufgestellte Zünslerfallen und Schlupfkäfige werden engmaschig kontrolliert. 
Der erste Termin bei der 2-maligen Ausbringung von Trichogramma-Schlupfwespen zur biologischen Bekämpfung muss zum Zuflug der Weibchen erfolgen. 

Über das ISIP- Monitoringtool  können die Fänge verfolgt werden, welche in Pheromon- und Lichtfallen im Rahmen der amtlichen Schaderregerüberwachung erfasst werden. 


 Termine für 2-malige Trichogrammaausbringung (univoltine Rasse):

- Südhessen-Hess. Ried: Ausbringung 1. Termin am 19. Juni 2026, Ausbringung. 2. Termin: Ende KW 27 (erfolgt)
- Südhessen Raum Groß-Umstadt: Ausbringung 1. Termin am 19. Juni 2026. 2. Termin: Ende KW 27 (erfolgt)
- Main-Kinzig/Wetterau/Westhessen: Ausbringung 1. Termin am 23. Juni 2026. 2. Termin: Mitte KW 28 (erfolgt)
- Mittel- und Nordhessen: 1. Ausbringung:Mitte der Kalenderwoche 27 erfolgt. 2. Ausbringung: Mitte der 29. KW.

Der 2. Termin der Ausbringung ist jeweils 14 Tage nach der Erstausbringung!

Chemische Bekämpfung (univoltine Rasse):

Diese erfolgt optimal zum Larvenschlupf.
- Südhessen:  Zum Larvenschlupf- ab Ende der KW 27 (erfolgt)
- Wetterau/Westhessen: Ab Mitte KW 28 (erfolgt)
-  Mittel- und Nordhessen: Ab Ende KW 29 


Ausnahmefall: Bivoltine Rasse (Stand: 11.06.26)
Im Süden Deutschlands tritt regional auch die bivoltine Rasse auf. 
Die bivoltine Rasse des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis) bildet zwei Generationen pro Jahr aus. 

  • Erste Generation (Frühsommer): Falterflug ab Ende Mai bis Mitte Juni. Larven fressen zunächst in den Stängeln.
  • Zweite Generation (Spätsommer): Falterflug ab August. Die Larven schädigen primär durch direkten Kolbenfraß, was zu einer starken Belastung mit Pilzen (z. B. Fusarien) und Toxinen (Mykotoxinen) führt.

Bedingt durch den Klimawandel breitet sie sich von Südeuropa und Süddeutschland immer weiter nach Norden aus. Sie schädigt stärker, als die univoltine Rasse, da die Raupen der zweiten Generation direkt die Kolben befallen und so nennenswerte Ernteverluste sowie Schimmelpilzgifte verursachen können.

Situation Hessen (bivoltine Rasse)
Im Raum Viernheim wurden bereits in der vorletzten Woche Zünsler in der Falle gefunden. Örtlich findet in dieser Region jetzt bald der Larvenschlupf statt. Es ist wahrscheinlich, dass es sich hierbei um die bivoltine Rasse handelt, die in Baden-Württemberg bereits vorkommt und nun Hessen erstmals erreicht.
Kontrollieren Sie Ihre Bestände in dieser Region auf Eigelege.
Je nach Situation kann bei Funden eine chemische Bekämpfung, bevorzugt mit Coragen, zum Larvenschlupf sinnvoll sein. Dieser wird Ende der KW 24 erwartet.

Möglichkeiten der chemischen Bekämpfung
 

Lichtfalle zum Fang des Maiszünslers
Lichtfalle zum Fang des Maiszünslers