Krankheitsbekämpfung in Kartoffeln

Stand: 07.04.2021

Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule
Zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule stehen eine Reihe von Fungiziden zur Verfügung. Äußerst wichtig ist der rechtzeitige Einsatz der Fungizide und entsprechend der Witterung die Nachbehandlungen, da vor­handener Krautfäulebefall nur schwer abzustoppen ist. Die breite Fungizidpalette ermöglicht einen sinnvollen Wirkstoffwechsel, der zur Resistenzvorbeugung vorzu­nehmen ist.

Allgemeine Hinweise zur Bekämpfung von Kraut- und Knollenfäule

  • Krautfäulebekämpfung muss vorbeugend erfolgen.
  • regelmäßige Feldkontrollen auf Primärherde und Stängelbefall
  • systemische Präparate nur früh und maximal 2 x einsetzen, Resistenzgefahr!
  • bei teilsystemischen und systemischen Mitteln Spritzabstand von 10-12 Tagen einhalten, bei Kontaktfungiziden 7-10 Tage.
  • bei starkem Befallsdruck während der Hauptwachstumsphase Kombi­nation aus lokalsystemischem (100 %) und sporenabtötendem Mittel (100 % Shirlan/Carneol/Nando 500 SC/Terminus, Ranman Top).
  • gezielten Wirkstoffwechsel (siehe Tabelle) zur Resistenzvorbeugung vornehmen
  • Abschlussbehandlung mit Shirlan, Ranman Top oder Canvas wegen der guten Wirkung gegen Knollenfäule vornehmen.
  • Wasseraufwandmenge nicht unter 300 l/ha, besser 400 l/ha.

Stoppspritzung zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule
Wird erster Krautfäulebefall im Bestand festgestellt, muss schnell gehandelt werden, um eine epidemieartige Ausbreitung dieser gefährlichen Pilzkrank­heit zu verhindern.
Dazu sind Tankmischungen aus einem teilsystemischen und sporen­abtötenden Präparat im Abstand von 3-5 Tagen zweimal anzuwenden.

Beispiele zur Stoppspritzung (Kraut- und Knollenfäule)

Präparate zur Bekämpfung von Kraut- und Knollenfäule

Schema Bekämpfungsstrategie Krautfäule (Spritzfolge)

Bekämpfung von Alternaria