Blausieb

Schadbild

In Ästen verschiedener Gehölze oder auch im Stamm jüngerer Bäume befinden sich bleistiftdicke Bohrlöcher, aus denen Kotkrümel und braune Flüssigkeit austreten kann. Befallene Äste sterben ab. Schneidet man betroffene Triebe auf, so findet man in einem Gang oft noch die 5 bis 6 cm lange Larve des Schädlings.

 

Blausieb - Fraßgang

Blausieb - Larve in Fraßgang

Blausieb - Larve

Schädling

Das Blausieb ist ein nachtaktiver mottenähnlicher Schmetterling von weißer Farbe mit auffällig schwarzblauen Punkten. Im Sommer legen die Weibchen ihre Eier in die Rinde. Die daraus schlüpfenden Larven legen Bohrgänge im Holz an. Ihre Entwicklung bis zum fertigen Schmetterling dauert zwei bis drei Jahre.
Ähnlich große Bohrlöcher mit Fraßgängen kann auch der Weidenbohrer verursachen, der ebenfalls zur Gruppe der Schmetterlinge gehört. Seine Larven sind noch größer, als die des Blausiebs. Neben Schmetterlingslarven fressen auch die Larven von Bockkäfern große Bohrlöcher ins Holz. Im Gegensatz zu den Schmetterlingsraupen haben ihre Larven keine Beine.

Bekämpfung

Nach § 17 genehmigte Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Blausiebs an Ziergehölzen für den Einsatz auf "Flächen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind"

  • Derzeit sind keine geeigneten Pflanzenschutzmittel nach § 17 Pflanzenschutzgesetz zur Bekämpfung des Blausiebs an Ziergehölzen genehmigt.

 

Zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Blausieb an Ziergehölzen im Öffentlichen Grün (Auswahl), die in Hessen einsetzbar sind, wenn die behandelten Flächen für 48 Stunden abgesperrt werden:

  • Derzeit sind keine geeigneten Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Blausiebs an Ziergehölzen zugelassen.

Wer sich über alle zugelassenen Pflanzenschutzmittel informieren möchte, kann die Recherchemöglichkeiten der Pflanzenschutzmitteldatenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nutzen.