Kastanienminiermotte

Schadbild

Auf den Blättern entstehen bräunliche bis silbrig-graue Flecken, die leicht mit der Blattbräune verwechselt werden können. Im Unterschied zur Blattbräune handelt es sich hierbei jedoch um Fraßgänge unterhalb der Blatthaut; so genannte Blattminen oder Miniergänge.
Hält man ein befallenes Blatt gegen das Licht, sind diese Fraßgänge und meist auch die darin befindlichen Larven und ihre Kotkrümel zu erkennen.

Bei stärkerem Befall werden die Blätter braun und fallen ab. Die rotblühende Rosskastanie (Aesculus x carnea) zeigt bisher geringen bis keinen Befall.

 

Aesculus - Kastanienminiermotte - Schadbild

Aesculus - Kastanienminiermotte - Schadbild

Aesculus - Kastanienminiermotte - Schadbild

Aesculus - Kastanienminiermotte - Larve

Aesculus - Kastanineminiermotte - Larve

Aesculus - Kastanineminiermotte - Falter

Aesculus - Kastanienminiermotte - Puppenhülle

Schädling

Die Kastanienminiermotte  ist ein unauffälliger Kleinschmetterling der im Frühjahr seine Eier in die Blätter der Rosskastanie legt. Die Verpuppung erfolgt im Blatt. Unter günstigen Witterungsbedingungen kann der Schädling drei Generationen pro Jahr bilden. Die Überwinterung erfolgt im Falllaub.

Weitere Informationen zur Kastanienminiermotte sind im Merkblatt des Pflanzenschutzamt Berlin enthalten.

 

 

Bekämpfung

Als vorbeugende Maßnahme sollte das Falllaub unter dem Baum entfernt werden. Anschließend muss das gesammelte Laub vernichtet werden, um die darin befindlichen Puppen und Larven abzutöten. Diese Maßnahme kann den Befall nachweislich deutlich reduzieren. Auch wenn der Befall oftmals sehr dramatisch erscheint, so verkraften ihn die Bäume i.d.R. erstaunlich gut.