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27.02.2017 |
männliche Maulbeerschildläuse von Epp/LTZ

männliche Maulbeerschildläuse von Epp/LTZ

adulte Lindenwanze

adulte Lindenwanze

Rußrindenkrankheit an Bergahorn

Rußrindenkrankheit an Bergahorn

Tipp vom 10. März 2017

Maulbeerschildlaus

 Die Maulbeerschildlaus stammt ursprünglich aus Asien und hat sich mittlerweile in Deutschland etabliert. Sie breitet sich nun in Deutschland vom Süden über den Rhein nach Norden aus. Zu den von der Maulbeerschildlaus bevorzugten Wirtspflanzen zählen u.a. die rote und die schwarze Johannisbeere, der Pfirsich, die Maulbeere und der Trompetenbaum. An der Johannisbeere kann der Befall mit der Maulbeerschildlaus zu einem verspäteten und kümmerlichen Austrieb führen. Sie sitzen meist an älterem Holz mit borkiger Rinde, an den jungen Trieben mit glatter Rinde sind sie selten zu finden. Die Maulbeerschildlaus kann in großen Kolonien auftreten und so die Pflanzen erheblich schädigen. Auffällig sind insbesondere die männlichen Larven, sie haben ein längliches weißes Schild, die weiblichen Tiere sind dagegen unscheinbarer und braungefärbt. Die Bekämpfung ist sehr schwer, da die Weibchen sehr widerstandsfähig gegen zahlreiche Insektizide sind und auf sowie in der borkigen Rinde versteckt sitzen können. Befallene Triebe sollten daher entfernt werden. Weitere Informationen zur Maulbeerschildlaus und deren Bekämpfung finden Sie beim LTZ.

 

Lindenwanze

Mancherorts konnte ab Herbst bis jetzt ins Frühjahr an den Lindenstämmen ein massenhaftes Auftreten an Lindenwanzen beobachtet werden. Teilweise überwintern Sie auch an Hauswänden oder dringen in Wohnräume ein. Zum Beginn der Vegetationszeit wandern Sie hoch in die Baumkrone und saugen an Blättern und jungen Trieben. Sie führen nicht direkt zu Schäden und müssen daher nicht bekämpft werden. Andere Wirtspflanzen sind u.a. Malvengewächse und Hasel.  

 

 Rußrindenkrankheit des Ahorns

Die Rußrindenkrankheit ist ein sogenannter Schwächeparasit der durch Trockenstress sowie Hitze gefördert wird. Befallen werden meist junge Bergahornbäume, seltener Spitz- und Feldahorn. Zuerst welken die Blätter und fallen ab, es können aber auch ganze Äste oder der komplette Baum absterben. Am Stamm entsteht ein Schleimfluss.  Beim abgestorbenen Baum reißt die Rinde längs am Stamm auf und darunter wird ein rußiger Belag sichtbar. Die Sporen dieses Pilzes können zu gesundheitlichen Beschwerden wie Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost führen. Aus diesem Grund müssen befallene Bäume in Wohnortnähe gefällt werden.

 

 

 

 


 

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