Beizsituation im Mais

Stand: 11.01.2017
Als einziges Beizpräparat mit insektizider Wirkung steht Mesurol zur Verfügung. Das Produkt darf nur von einer anerkannten Beizstelle an das Saatgut angebeizt werden. Dabei ist sicherzustellen, dass durch Verwendung eines geeigneten Haftmittels der Abrieb bei dem behandelten Saatgut unmittelbar vor der Absackung einen Wert von 0,75 g Staub je 100.000 Körner nicht überschreitet.

Zur Aussaat von Mesurol-gebeiztem Maissaatgut sind folgende Regelungen zur Aussaat vorgeschrieben:

  • Hofbeizungen sind verboten.
  • Sägeräte, die mechanisch vereinzeln, dürfen uneinge­schränkt verwendet werden.
  • Pneumatische Sägeräte (Einzelkorn- und Universalgeräte), mit denen Methiocarb-behandeltes (Mesurol)Maissaatgut  ausgesät werden soll, müssen vom Julius Kühn-Institut (JKI) geprüft sein. 
    Im Internetangebot des JKI ist eine Geräteliste mit für diesen Zweck zugelassenen abdriftmindernden Maissägeräten veröffentlicht, die ständig aktualisiert wird.
  • Keine Aussaat von Mesurol-gebeiztem Saatgut bei Windgeschwindigkeiten über 5 m/s

Ungebeiztes oder nur mit Fungiziden gebeiztes Saatgut (Aatiram 65, TMDT 98 Satec, Flowsan FS) darf ohne Einschränkungen der Saattechnik ausgesät werden. Besonders bei kalten Böden und schwierigen Auflaufbedingungen ist eine fungizide Beize empfehlenswert, da während der langsamen Auflaufphase verschiedene Pilze (meist Fusarium- und Pythiumarten) den Keimling infizieren können.