Beizung von Winterraps

Stand: 02.08.2018

Die Nutzung der neonikotinoiden Wirkstoffe
Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoaxam 
ist  verboten worden. Sie stehen im Verdacht, einer der Faktoren für das Bienensterben zu sein.

Es stehen keine insektiziden Beizen im Raps auf Basis von Neonikotinoiden zur Verfügung.

Mit Lumiposa 625 FS (Wirkstoff Cyantraniliprole) in Polen gebeiztes und regulär dort zugelassenes Rapssaatgut darf nach Deutschland importiert und ausgesät werden. Aber: Bienentoxisch, systemisch. Zu beachten: Beizstäube nicht in Sägerate einbringen wegen Emmissionsrisiko in die Luft Bienenschäden sind möglich. Abdriftmindernde, mechanische oder luftunterstützte Sägeräte verwenden, die sichere Ausbringung in den Boden gewährleisten. Nicht bei Windgeschwindigkeit über 5 m/s. aussäen. Vorsorglich mindestens 2 Tage vor Aussaattermin Imker informieren, deren Bienenstände sich im Umkreis von 60 m befinden. Wirkung gegen Kohlfliege mittel, gegen Erdfloh gering.

 

ABER: Mit Neonicotinoiden in Polen per Notfallzulassung gebeiztes Rapssaatgut darf in Deutschland weder in Verkehr gebracht noch ausgesät werden.

 

Für die Rapsaussaat verbleiben weiterhin die fungiziden Beizen DMM (Dimethomorph) gegen Falschen Mehltau und TMTD (Thiram) gegen Auflaufkrankheiten allgemein.